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In Zeiten der Digitalisierung und des breiten Angebots an PC- und Konsolenspielen könnte man meinen, dass die analogen Varianten aka „Brett- und Gesellschaftsspiele“ ausgedient haben. Doch so ist es nicht, denn wie man wunderbar an unserem Vereinsheim sieht, wächst unser Regal für Brettspiele beständig und unser neuer sechs- bzw. achteckiger Tisch lädt unsere Mitglieder und Gäste regelmäßig zu einer gemeinsamen Partie ein. Das Interesse vieler Mitglieder an diesem Bereich macht einen großen Teil in unserem Vereinsleben aus und trägt zu einem gemeinsamen Miteinander bei. Nicht selten haben neue Mitglieder auf so einfachem Wege Kontakte knüpfen können. Auch für den E-Sport-Bereich können solch analoge Spiele vorteilhaft sein, fördern sie doch Geschicklichkeit, Konzentration, Teamfähigkeit und strategisches Denken.

Unser achteckiger Tisch bietet viel Platz und eine angenehme Sitzordnung für den gemeinsamen Spielspaß.

Wir sind vorn dabei…

Eine Studie von idealo.de zeigt, dass besonders Menschen in Nordrhein-Westfalen, aber auch wir hier in Bayern uns gern nach Brettspielen umschauen. Im bundesweiten Durchschnitt der Gesamtnachfrage der letzten 6 Monate nehmen wir einen Anteil von 14 % ein, zusammen mit Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg erreicht der Anteil über 50 %!

Prozentuale regionale Nachfrage an Gesellschaftsspielen von April bis Oktober 2018.

…und voll im Trend!

Zu den aktuellen Trends zählen übrigens Spiele, die digitale Komponenten, z.B. Apps erfordern. Ein Beispiel, das ihr auch in unserem Vereinsheim findet, ist XCOM – Das Brettspiel, bei dem 4 Spieler gemeinsam gegen die Aliens spielen, welche durch eine Handyapp gesteuert werden.

Auch vermehrt nachgefragt werden Escape-Spiele, die als Pendant zu den Exit-Rooms für Zuhause entwickelt wurden. Leider findet man auf den Verpackungen oft den Hinweis, dass diese Spiele nur einmalig gespielt werden können, da das Spielmaterial geknickt, geschnitten und geklebt werden muss. Tipp der Redaktion: als Fan der EXIT-Spiele kann ich berichten, dass ich bislang jedes Spiel ohne Zerstörung spielen und danach an Freunde weitergeben konnte, wenn man sich entsprechend vorbereitet. Man sollte sich immer mit Zettel, Stift, Schere und Klebestift ausrüsten und (und das ist das Wichtigste!) einen Kopierer in der Nähe haben. So kann man während des Spiels, sobald man merkt, dass man ohne Knicken, Reißen, Schneiden und Kleben nicht mehr vorankommt, schnell das entsprechende Material kopieren.

Und wenn gerade niemand von euren Freunden da ist oder ihr einfach mal etwas für euch allein ausprobieren wollt, gibt es mittlerweile auch eine wachsende Zahl an Solo-Spielen, wie idealo berichtet. Hierbei seien „The 7th Continent“ oder „Gloomhaven“ genannt, Letzteres findet ihr übrigens auch in unserem Vereinsheim!

Mit Brettspielen liegt ihr also voll im Trend! Also dann, worauf wartet ihr noch? Wenn ihr jetzt Lust auf eine nette Partie bekommen habt, dann stöbert doch einfach mal in unserem Regal oder verabredet euch in unserer GVR Brettspielgruppe in WhatsApp.

Gleich zu Beginn des neuen Jahres stand unser vierteljährliches Lasertagevent auf dem Programm. Ganz dem gängigen Klischee entgegen wollten wir zeigen, dass man als Gamer durchaus auch in einem körperlich aktiven, sportlichen Wettkampf bestens bestehen kann. Gaming muss schließlich nicht zwingend im Sitzen vor dem Rechner oder der Konsole stattfinden. Nachdem man sich im Vorraum des Lasercircus versammelt und die bunt leuchtende Rüstung übergestülpt hatte, hieß es „entsichert und geladen“, der Trupp vom GVR macht ernst. Zunächst ging es im allseits bekannten Team-Deathmatch darum, andere Teams durch schnelles Markieren („Phasern“) auszuschalten. Dank der Unterstützung einiger Liga-Spieler des hauseigenen Teams des Laser Circus, war das auch (fast) kein Problem. Auch die ein oder anderen Tricks konnte man von diesen Veteranen erlernen.

Auch andere Spielmodi sind möglich

Anschließend juckte es uns in den Fingern, um auch andere Spielmodi auszuprobieren. Schnell war man sich einig: der Zombiemodus muss ausprobiert werden! Die Regeln sind denkbar einfach: ein Spieler ist bereits zu Beginn des Spiels infiziert, in unserem Falle grün. Alle anderen sind in unterschiedlichen Teams und haben auch jeweils andere Farben. Zombies können nicht sterben, nur temporär ausgeschaltet werden. Jedes Team spielt gegen die Zombies und die jeweils anderen Teams. Gewonnen hat, wer 15 Minuten überlebt.

Der nächste Modus war „Capture the Flag“. Berühmt, berüchtigt, gefürchtet. Das Prinzip ist wieder denkbar einfach. Zwei Flaggen, zwei Teams, zwei Basen. Letztlich haben wir uns auf ein Untentschieden geeinigt. Verschwitzt traten wir danach aus dem Schlachtfeld, wichen jedoch der Versuchung aus, eine weitere Herausforderung anzunehmen. Jedoch gilt: die Schlacht ist vorbei, aber der Krieg geht spätestens im nächsten Quartal weiter.

Alea iacta est!

Posted by Karin on 15. April 2018
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„Die Würfel sind gefallen“ lautete das Motto am 14.04., denn Matte (Bereichsleiter Pen&Paper) lud ein, sich zu einer Runde seines eigenen Regelwerkes „Tales of the Renaissance“ zusammenzufinden. So weit so gut. Schnell waren genug Spieler gefunden, denn wer kann sich schon einer gepflegten Runde Pen&Paper entziehen? Die Idee war außerdem, dass dieses Event in Tradition von „Orkenspalter“ oder auch den „Rocketbeans“ auf Twitch gestreamt werden sollte. Vorbereitung war also nötig. Da ich selbst auch das Glück hatte, einer der Spieler sein zu dürfen, kann ich von den Erlebnissen an diesen Tagen also aus erster Hand berichten. Zunächst einmal wurde ich bereits zur Vorbereitung von der Euphorie und Arbeitswut aller Beteiligten erschlagen. Das sonst so gut vertraute VH wurde in ein voll funktionsfähiges Aufnahmestudio mit Regie, Beleuchtung, Ton und Maske verwandelt. An dieser Stelle noch einmal einen herzlichen Dank an sämtliche Helfer des technischen Supports^^.

Zurück zum Thema: Wir, die Spieler, wurde also kurz vor der Aufnahme noch einmal gebrieft und in der Maske „hübsch“ gemacht. Kostüme, Gadgets usw. wurden bereits im Vorfeld organisiert. Dann ging es auch schon los. Nervosität steigt und Vorhang auf für die Crew des Raumschiffes Renaissance. Genretypisch ging es um mysteriöse Vorgänge an Bord eines abgestürzten Forschungsschiffes des Planeten Erde.

So weit so gut. Jedoch schienen die einzigen Überlebenden an Bord der ordnungssüchtige Walther Wehrmann (Schiffsicherheit), der kanadische Koch Reed Morgenstern, der sächsische Ingenieur Ronald Free und der russische und leicht dem Alkohol verfallene Pavel Yelchin (Navigationsoffizier). An diesen 4 sollte also das Schicksal der Renaissance haften. Schnell wurde Ihnen klar, dass sich etwas Furchtbares an Bord zugetragen haben musste. Ihr Weg nach Hinweisen darauf war zwar von Leichen gepflastert, jedoch wurde es von der Gruppe, sagen wir, gewissenhaft ignoriert. Bevor jedoch die Atmosphäre in pubertären Witzen, inneren Machtkämpfen oder anderen Abschweifungen (wie der Suche nach Vodka^^) untergehen sollte, war es am fantastischen Spielleiter Matte, der es schaffte uns schnell an den Boden der Realität zurückzuholen. Hierbei bediente er sich liebevoller interaktiver Sequenzen, Pläne oder Voice-Overs, die sowohl bei Spielern, als auch bei Zuschauern sehr gut ankamen.

Nachdem man es nach schier endlosen Strapazen und Verwirrungen endlich aus dem Schiff geschafft hatte, war der Abend leider schon zu Ende und ließ die Gruppe nur mit der Hoffnung auf einen zweiten Teil zurück^^.

Wer die Reise nochmal sehen möchte, oder dank bestimmter Aktionen vor Fremdscham nochmal im Boden versinken möchte, darf dies gerne hier nochmal tun 😉

Text: BrokkoliExtrem | Johannes